Hosting

So eine Seite ins Netz zu stellen erscheint ja vielen erstmal als Hindernis. Die Zutaten dazu sind aber gar nicht so schwer zusammen zu bekommen: Zunächst braucht man einen Webhoster, denn auch wenn es eine unüberschaubar große Zahl an Webanbietern für Blogs gibt, kommt man meiner Kenntnis nach beim Podcasten derzeit nicht ums selbst hosten herum.

Früher habe ich meinen Kram bei bplaced.net gehostet, da sind in der Kostenlosvariante zwei Gigabyte Speicher drin und z.B. PHP läuft auch. Die zwei Gigabyte sind zwar nicht allzuviel, gerade wenn man längere Folgen in mehreren Formaten anbieten möchte, für den Anfang reicht es aber. PHP hingegen ist wichtig für WordPress, ein System, das einem sozusagen das Grundgerüst in Form eines Blogs strickt, so dass man nicht jeden Beitrag selbst in HTML stricken muss und für die Gestaltung auch nicht eine Zeile Code schreiben muss, und es stellt einen RSS-Feed bereit.
Wordpress selbst hat noch keine Funktion, mit der man ohne größere Schmerzen einen Podcast sinnvoll in die Blogeinträge einbinden könnte. Seit meinem Umzug benutze ich Podlove, auf bplaced läuft aber nur Podpress.
Podpress bietet einen ganzen Haufen Funktionen, die sich auch mir noch nicht bis ins letzte Detail erschlossen haben. Was es aber schon recht bald tut ist, in einem gesonderten RSS- oder Atom-Feed die Mediendateien so zu referenzieren, dass sie wie in einem Blog auftauchen.
Diese Kombination aus WordPress und entweder Podlove oder Podpress ist mehr oder weniger sowas wie der Ideal-Standard der heutigen Podcastszene.
Wordpress besitzt in der Basisinstallation übrigens noch keine Statistikfunkion, die einem anzeigen würde, wieviele Aufrufe man auf seiner Seite hat. Ich habe früher dabei ein ganz einfaches names Statify benutzt, und zwar einerseits, weil ich kein anderes zum Laufen bringen konnte und zum anderen, weil ich meine Besucher auch nicht in der Art von Google durchleuchten möchte. Derzeit benutze ich Piwik, mehr dazu findet ihr bei Datenschutz.

Danach stellt sich noch die Frage, ob man die Torrentfunktionen von Bitlove.org nutzen möchte, was man im Grunde tun sollte, wenn man nicht damit zu rechnen hat, dass es bei zwei oder drei Hörern bleibt. Das Torrentprotokoll entlastet den eigenen Server entscheidend, da die Downloader ihre Dateien hierbei nämlich einander gegenseitig zur Verfügung stellen. Was man damit allerdings hergibt ist die genaue Übersicht über die Zahl der Downloads. Wer damit leben kann geht aber einen, wie ich finde, technologisch saubereren Weg.

Darüber hinaus gibt es natürlich noch Plattformen wie iTunes, in die man sich einpflegen (lassen) kann, oder Podcast.de, und noch viele weitere, deren Auflistung hier den Rahmen sprengen würde. Da das alles teilweise nicht mehr viel mit Hosting zu tun hat, spare ich mir an dieser Stelle aber weitere Worte.

Wer will kann sich außerdem noch eine Domain registrieren. Damit kämen wir dann zum Teil, der echtes Geld kostet, es sei denn, man kann z.B. mit einer .de.vu-Domain oder so etwas leben, die gibt es nämlich umsonst. Ich persönlich bin bei zwar recht günstigen, aber auch vergleichsweise rückständigen Anbieter, der z.B. Kündigungen nur in Schriftform entgegen nimmt. Ansonsten muss man immer direkt auf sein WordPress verlinken, etwa so:
http://todescast.bplaced.net/wordpress/
Eine .de-Domain kostet bei kontent aber auch nur etwa 6€ im Jahr, und man darf hoffen, dass das per Flattr wieder hereinkommt, sobald man eigene Inhalte anbieten kann.

2 Gedanken zu „Hosting

  1. Toll, dass du dich gerade wegen des ReliveRadios gemeldet hast 🙂 Merke gerade beim Download deines letzten Podcasts, dass bplaced wohl nicht soooo der Burner ist und 2GB ist für Podcasts auch etwas knapp bemessen 🙂 http://mschapdick.de/share/bplaced-todescast.png

    Da du ja gerade erst gestartet bist, kann ich dir vielleicht uberspace oder alternativ all-inkl ans Herz legen. Bei uberspace kann man das anfängliche Budget sogar selbst festlegen. Die haben ein tolles Konzept.

    Nur ein kleiner Tipp. 😀 Muss natürlich auch nicht. Schreibe das nur, weil ein Kumpel von mir damals auch bei bplaced war und sich später wegen der Mühe beim Umzug so geärgert hat.

    Besten Gruß aus Münster

    Markus

    • Hey Markus!

      Danke, voll gut. Ja, die 2 GB werden hier spätestens ab der zehnten Folge zum Problem, wenn ich nicht die Länge drastisch reduzieren und/oder einen der beiden Feeds aufgeben will. Außerdem erlaubt bplaced nicht, dass man seine Inhalte bei Bitlove einstellen kann. Über den Speed wollen wir gar nicht reden. Da hat meine private Leitung mehr Dampf als diese hier. ^^

      Die von Dir genannten Angebote schaue ich mir mal an. Am Anfang, bevor klar ist, ob das überhaupt was für mich ist, wollte ich nur nicht gleich in die vollen gehen und zusätzlich zur Domain mir noch monatliche Kosten für Webspace ans Bein binden. Speziell Uberspace sieht aber in der Tat sehr gut aus.

      Kleine Frage noch zum reliveradio: Muss der Sendungstitel im Dateinamen enthalten sein, damit der bei Dir richtig angezeigt wird? In dem Falle würde ich bei zukünftigen Publikationen da auch noch stärker drauf achten.

      Gruß zurück aus dem gerade extrem (!) nebligen Hamburg!
      Jakob

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.